Floodwater Residency Program.
Die Künstler:innen-Residenz des WWK
Das „Floodwater Residency Program“ ist eine künstlerische Arbeit des amerikanischen Künstlers Mark Dion. Sie befindet sich direkt an der Seege in Gartow, gegenüber des Zehntspeichers. Errichtet worden ist das kleine Haus auf Stelzen im Jahr 2007 im Zusammenhang mit dem Kunstpfad-Projekt.
Seit dem lädt das künstlerische Freilandlabor Seegeniederung Gartow/Elbtalaue (Artistic Field Laboratory in the Marches of the River Seege) vornehmlich bildende Künstler:innen dazu ein, sich in dieser Forschungsstation in produktive Zurückgezogenheit zu begeben.
Mark Dion versteht die Floodwater Residency als eine soziale Skulptur. Die künstlerischen Arbeiten der Bewohner:innen, die während des Aufenthalts entstehen, sind somit Teil dieses Konzeptes. Das Programm sieht vor, dass sich die Künstler:innen mit einem Thema befassen, das im weitesten Sinne mit ihrem Aufenthalt in Verbindung gebracht werden kann.
Die Pfahlbauweise macht die Station auch geeignet für Aufenthalte während der Hochwasserzeiten, in denen die Niederung überschwemmt ist.
Artist in Residence-Bewerbung
Es sollte für das eigene Projekt ein Aufenthalt von mindestens einer Woche bis maximal vier Wochen eingeplant werden. Eine Auswahl aus den vor Ort entstandenen Ergebnissen (z. B. in Form von Schrift, Bild oder Ton) soll dem Archiv des Kunstvereins zum Ende des Aufenthaltes zur Verfügung gestellt werden.
Möglicher Zeitraum des Aufenthalts: Juni, Juli und August.
Ihre Bewerbung für die Residency sollte Folgendes enthalten:
- eine Vita mit künstlerischem Lebenslauf
- Portfolio der künstlerischen Arbeit
- Auskunft über das zu realisierende Projekt (maximal eine DIN A4 Seite) sowie Angabe zum Aufenthaltszeitraum
- und eine Begründung des Interesses am Aufenthalt in der Residency
Wichtig!
Die Floodwater Residency kommt ohne Heizung, fließenden Strom, W-LAN und ohne Trinkwasseranschluss oder sanitäre Anlagen aus, was den Bewerber:innen unbedingt bewusst sein sollte.
Es können die öffentlichen sanitären Einrichtungen am nahe gelegenen Gartower See sowie der Stromanschluss im Zehntspeicher während der Öffnungszeiten genutzt werden.
Bettwäsche und Handtücher sind vorhanden!
Bewerbungen bis Ende des Jahres für das kommende Jahr bitte per E-Mail an:
Kontaktadresse:
Westwendischer Kunstverein e. V.
Valeska Richter
Hahnenberger Str. 35–37
29471 Gartow
Bisherige Besucher
Erster Bewohner war der Künstler Hieronymus Proske. Während seines Aufenthalts entstand das Projekt „Residence Evidence“, eine optische Forschung an den Plastiken, die seit 1991 in der Seegeniederung der Natur ausgesetzt sind.
Inzwischen haben unter anderem folgende weitere Bewohner ihre Spuren dort hinterlassen:
- Andrea Freiberg (2025)
- Gudrun Sailer (2025)
- Suse Bohse und Anja Schulz (2025)
- Jan Bodenstein (2024)
- Matthias Oppermann (2024)
- Regina Hügli (2024)
- Katrin Rabenort (2023)
- Katrin Magens (Fotos von ihrem Aufenthalt)
- Ulf Beck/Ben Nurgenç
- (Maja Linke)
- Evelyn Möcking
- Barbara Schmitz-Becker
- Irene Fernández Arcas
- Hans Jahn
- Daniel Kuge
- Matthias Oppermann
- Astrid Busch
- Andreas Bausch
- Patrizia Marchese
- Anja Köhne
- Beate Köhne
- Jörg Hufschmid, Atelier Grammophon
- Annette Wesseling
- Peter Baader
- Antje Seeger
- Verena Hahn
- Inge Schulz und Enkel
- Andreas Rathgeber
- Ana Laibach
- Cornelia Konrads
- Elke Abraham
- Norbert Brooks
- Thomas Janssen